Repräsentation

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Repräsentation
¬†¬†¬†(lat. = Vergegenw√§rtigung). Der dem Begriff R. zugrunde liegende Gedanke besagt, da√ü etwas scheinbar oder wirklich Abwesendes Gegenwart gewinnen kann. In Theologie u. Spiritualit√§t kommt dieser Gedanke mehrfach zur Geltung. Im Hinblick auf die Gegenwart Gottes bedeutet er nicht, da√ü der abwesende Gott zum Gegenw√§rtigwerden, zum Kommen veranla√üt oder durch einen anderen vertreten werden k√∂nnte. Vielmehr besagt er, da√ü sich Glaubende u. Betende bewu√ütseinsm√§√üig der immer gegebenen N√§he Gottes vergewissern u. sich dadurch Gott ‚ÄĚvergegenw√§rtigen ‚Äú. Mit der Gegenwart Gottes ist die Gegenwart alles dessen u. aller derer gegeben, was nach aktueller menschlicher Erfahrung in den Bereich des Vergangenen geh√∂rt, bei Gott aber zur Endg√ľltigkeit vollendet ist. Daher kann in der Vergegenw√§rtigung Gottes Vergangenes wieder Gegenwart werden: mittels des erinnernden Gedenkens (Anamnese). Das betrifft Sch√∂pfung, Offenbarung, Ereignisse der Heilsgeschichte, f√ľr den Glauben bedeutsame Personen. Ein Raum ‚ÄĚverdichteter Vergegenw√§rtigung ‚Äú ist im j√ľdisch-christlichen Glauben in der Liturgie gegeben. Im Zusammenhang mit der Eucharistie spricht die kirchenamtliche Lehre von ‚ÄĚRealpr√§senz‚Äú u. von R. des Geschehens am Kreuz. Durch das zugleich transzendente u. immanente Verh√§ltnis Gottes zur Sch√∂pfung (Bef√§higung zur Selbsttranszendenz), durch seine Selbstmitteilung im Wort u. im Heiligen Geist in der Gnade ist ebenfalls reale Gegenwart gegeben, die auf unterschiedliche Weise ‚ÄĚvergegenw√§rtigt‚Äú werden kann. So k√∂nnen z. B. die Sch√∂pfung oder das Wortgeschehen nicht nur √§u√üerliche Verweise (Hinweiszeichen, konventionelle Symbole) auf Gottes Gegenwart, sondern wirkliche Ereignisse der Vergegenw√§rtigung sein. Nach dem Zeugnis der biblischen Offenbarung sollen die Menschen Gott selber bei der Sorge um die Sch√∂pfung vergegenw√§rtigen: Gottebenbildlichkeit. In der kath. Amtstheologie ist die Gefahr gegeben, den Amtstr√§ger, der allenfalls Repr√§sentant der Kirche sein kann, ideologisch als reale R. Jesu anzusehen. ‚Äď Stellvertretung .

Neues Theologisches Wörterbuch. . 2012.

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  • Repr√§sentation ‚ÄĒ Re¬∑pr√§¬∑sen¬∑ta¬∑ti¬∑on [ tsiŐĮoňźn] die; , en; geschr; 1 die Vertretung eines Staates, einer Institution o.√Ą.: die Repr√§sentation einer Partei durch ihren Vorsitzenden 2 nur Sg; das, womit sich der Staat √∂ffentlich repr√§sentiert (5), und die damit… ‚Ķ   Langenscheidt Gro√üw√∂rterbuch Deutsch als Fremdsprache

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  • Repr√§sentation ‚ÄĒ die Repr√§sentation, en (Aufbaustufe) Vertretung einer Gruppe durch eine oder mehrere Personen Beispiel: Die Repr√§sentation der Gewerkschaften hat sich mit dem Minister getroffen ‚Ķ   Extremes Deutsch

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